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Donnerstag, 18. Dezember 2008

Arbeitsstörung

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"Arbeitsstörung:
Eine Arbeitsstörung liegt vor, wenn Sie alles daran setzen, sich von der eigentlichen Arbeit abzulenken."

Hier liegen mindestens zehn halbfertige Weihnachtsgeschenke, inzwischen ist mir ist noch eine Idee für ein elftes Geschenk gekommen. Es soll ein Brustbeutel in Form eines Katzenkopfes sein, und zwar unserem Kater möglichst ähnlich. Monsieur will sich aber nicht portraitieren lassen.

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Also suche ich im Internet nach "cat pouch" um mich zu inspirieren. Ich finde diesen Blog mit einem genialen Katzenkopf, der einen Fisch verschlingt. Ich lese dort ein bißchen weiter und finde Anleitungen für ein Furoshiki Patchwork Tuch, genau passend zu meinen Versuchen, Stoffstücke so zusammen zu nähen, daß die Nähte von beiden Seiten schön aussehen. (Für Spezialisten: Es braucht Kappnähte, englisch "french seam"). Und in dem Blog ist auch noch alles mit der Hand genäht!
Bei mir nicht:

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Dann erinnert mich in dem Blog ein anderer Eintrag daran, daß man aus alten Zeitschriften und dem ganzen Werbemüll wunderbare Tüten falten kann, ich muß es gleich mal wieder probieren. (Na, bei den Tüten auf dem Foto habe ich nicht Werbemüll verwertet, sondern einige der tollen Foto-Seiten aus dem Magazin "Chrismon").


Zusätzlich finde ich noch einen Eintrag übers Löcherstopfen, der mich entzückt. Habe ich doch oben im Schrank eine alte Kinderhose, die ich nur deshalb nicht weggeben kann, weil ich das Loch im Knie so nett gestopft hatte. In dem Blog heißt es zu dem Thema:

After we closed holes, they seem more important for us


Das ist eine so schöne Weisheit. All das hätte ich nicht gefunden, wenn ich keine Arbeitsstörung hätte. Und nach solchen Exkursionen weiß ich auch wieder, warum ich von Blogs weiterhin begeistert bin.


Instead of finishing christmas presents I keep finding blogs that interest me.

Samstag, 1. November 2008

November mit Hindernissen


Wenn eine Kunstmesse schon unmittelbar in meiner Nachbarschaft stattfindet, muß ich auch hingehen. Also war ich gestern beim Art Forum 2008. Es gab zu meinem Glück viel Zeichnung und Malerei, das Terrain, das mich am meisten interessiert. Ich hatte mich darauf gefreut, hier darüber zu berichten und meine Fotos dazu zu zeigen. Das darf ich aber wohl gar nicht. Die Juristin in mir hat ordentlich recherchiert und festgestellt, daß ich auf der Messe zwar Kunst fotografieren darf, aber diese Bilder hier nicht ohne Zustimmung der Künstler bzw. Galerien veröffentlichen darf. Lohnt es sich, solche Zustimmungen für einen privaten Blog einzuholen, der nur so nebenbei betrieben wird? Nein, dafür fehlt Zeit und Energie. Es widerspricht auch einem spontanen, aktuellem Arbeiten.
Das absurde Ergebnis: Ich kann hier über unbekannte Künstler, denen auch die kleinste Art von Öffentlichkeit sicher gut tun würde, nicht berichten. Die meisten, deren Namen ich mir notiert habe, habe keine eigene Homepage und sind auch sonst mit ihren Werken im Internet kaum vertreten, so daß ich hier noch nicht einmal eine vernünftige Verlinkung setzen kann. Und ein Blogeintrag über Künstler ohne Bebilderung ist sinnlos.
Dennoch hier wenigstens einige Namen, vielleicht googelt sich da ja mal jemand von denen selbst und gibt mir eine Generalzustimmung. Ich habe z.B. gemocht: Karen Yasinsky (Zeichnungen), Yesim Akdeniz Graf, Wojciech Glogowski (dunkle Ölbilder). Natürlich bin ich auch mit selektiver Wahrnehmung über die Messe gelaufen und habe lauter Stoffkunst (z.B. Ruth May) und bunte Muster entdeckt, (z. B. Sun Young Byun). Die einzige Truppe, auf die ich erfolgreich verlinken kann, ist die Royal Art Lodge. Diese kleinen Bilder in einer langen Reihen wirkten sehr gut.
Zum Thema Blog und Urheberrecht am Bild kann ich auf diesen und diesen Artikel verweisen. Das Ganze ist auch nicht nur ein Hirngespinst. S0 hat zum Beispiel der Künstler Hans Haacke einer Blogbetreiberin untersagt, Fotos von seinem Kunstprojekt im Hof des Bundestages (Titel: "Der Bevölkerung", finanziert mit öffentlichen Mitteln) in ihrem Blog zu veröffentlichen (näheres hier). Und von den Abmahnanwälten will ich hier erst gar nicht anfangen.
Mein Foto oben von der Fassade des Cafés "November" im Prenzlauer Berg ist im übrigen von der sogenannten "Panoramafreiheit" gedeckt. Aber auch für diese Erkenntnis habe ich viel zu viel Zeit verbraucht. Nun lieber schnell weg vom PC und zurück zum Erschaffen eigener Werke.


Nachtrag am 14.11.2008: Nun habe ich zum Glück bei Superernie aus Rotterdam bebilderte Berichte vom Art Forum und den anderen Berliner Kunstveranstaltungen gefunden. Dank U wel! Und dann kam mir noch die Idee, mal bei Flickr zu suchen, natürlich gibt es da jede Menge Fotos vom Art Forum 2008. Wahrscheinlich bin ich viel zu ängstlich. Berufskrankheit Bedenkentragen.


I visited the "Art Forum", a fair for contemporary art here in Berlin. German Copyright Laws do not allow me to show the photos I took there. It is really sad that I cannot help making young unknown artists more popular.


Mittwoch, 3. September 2008

... es bleibt, wie es ist

Dies ist der Blick, den ich im S-Bahnhof Savignyplatz auf dem Weg vom Atelier nach Hause habe, während ich auf meine Bahn warte. Immer wieder starre ich auf diese Bilder, diese Zeile, und frage mich, wie lange das alles da noch hängen soll. Wie ein Mantra springt dies WIR trinken was WIR pinkeln in mein Gehirn und löst den Unwillen aus, sich mit dieser 80er Jahre Betroffenheitskunst auch heute noch befassen zu müssen.
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Und wenn ich dann etwas später in die Schule hetze und dort mein Kind mit zitternden Mundwinkeln auf der Horttreppe finde, dann weiß ich, daß es auch dieses Schuljahr wieder nichts mit konzentrierten Stunden im Atelier wird. Ich kann nicht arbeiten, während mein Kind irgendwo sehnlichst darauf wartet, abgeholt zu werden. Und so geht die Jonglage Familie/eigenes Leben weiter, wie all die Jahre schon. Zum Glück gibt es da draußen all die tollen Blogs von Frauen und Müttern auf der ganzen Welt, denen es genauso geht. Und alle versichern sich gegenseitig, daß es kein Patentrezept gibt. Also: Weiterjonglieren, alle Bälle in der Luft halten und immer gerade den fangen, der der Hand am nächsten ist. Oder, wie schon von einer anderen Jongleurin gesagt: Loch an Loch und es hält doch.
(Von den abertausenden Kreative-Mütter-Blogs ein paar Beispiele, alle auf Englisch: Anna Maria Horner, Fine little Day, Six and a half stiches, Angry chicken, Soulemama ...)
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Art I don't like in a Berlin train station. And the problem of familiy duties inhibiting creative work. An every day jugglery which can be managed, as shown in a lot of woderful blogs out there.

Donnerstag, 1. Mai 2008

Mai ist da

Vorsichtige Annäherung an ein schwieriges Thema: Vergißmeinicht



Dieses Blau, das hier überall in den Gärten ringsum leuchtet, wie soll ich es bloß hinbekommen. Und wenn ich mich nicht beeile, sind sie verblüht.

Wenn ich in meinem Umfeld erzähle, daß ich jetzt einen Blog habe, muß ich meist erst einmal erklären, was das überhaupt ist. Mir ist nicht ganz klar, wieso Blogs in Deutschland noch so wenig verbreitet sind. In der Zeit von gestern blieb diese Frage in einem Interview übers Bloggen auch offen. In Frankreich scheint es dagegen ein riesiges Interesse an Blogs zu geben. Dieser Artikel der IHT führt den Erfolg auf nationale Eigenschaften der Franzosen zurück. Zitate aus dem Artikel: "It is clear that in France we have very large egos and love to speak about ourselves" - "If you look at Germans or Scandinavians - off- line and on the Internet - they really don't talk about themselves." Ja, da mag was dran sein.

No one I know blogs. Why are blogs not a big thing in Germany - any suggestions?

Sonntag, 6. April 2008

Jetzt geht es wirklich los

The last weeks I spent reading through craft blogs all over the world and was totally fascinated. There were women like me everywere, drawing, painting, sewing, printing, creating things. Their homes look like my home, they like me have kids, cats, collections of vintage things, they love retro and scandinavian style. They are funny and wise an very generous in sharing. What they create totally inspires me and makes me want to try it out myself.
I know the world is not waiting for another craft blog, but I am waiting for this one, to push myself to finish things. I want to show and share what I found and what I have done.
Now some tea (proof of lifestyle)...

... und noch ein bißchen auf deutsch: Ich weiß noch nicht, wie das mit der Sprache weitergeht. Was mich interessiert passiert weltweit und Englisch lesen können die meisten. Vorhin war ich auf einem schönen finnischen Blog und konnte nichts verstehen - das fand ich schade. Gleichzeitig ist es auch nett, eine kleine deutsche Ecke im Blog zu haben, in der es etwas lokaler zugeht.